Kreditrate berechnen Formel einfach und verständlich erklärt
Bei jedem Kredit dreht sich am Ende alles um eine Frage: Wie hoch wird meine monatliche Rate sein? Die Antwort darauf liefert eine altbewährte Formel, die sogenannte Annuitätenformel. Sie ist das mathematische Fundament, das aus dem Kreditbetrag, dem Zinssatz und der Laufzeit Ihre exakte monatliche Belastung berechnet.
So berechnen Sie Ihre Kreditrate auf den Rappen genau
Ein Kredit ist weit mehr als nur geliehenes Geld. Er ist eine finanzielle Weichenstellung, die eine saubere Planung erfordert. Anstatt sich blind auf einen Online-Rechner zu verlassen, gibt Ihnen das Verständnis für die Formel dahinter die volle Kontrolle zurück. So können Sie Angebote nicht nur vergleichen, sondern wirklich verstehen und selbst durchspielen, was eine kleine Änderung am Zinssatz oder an der Laufzeit für Ihr Portemonnaie bedeutet.
Genau dieses Wissen ist der Schlüssel zu einer souveränen Finanzentscheidung. Es versetzt Sie in die Lage, die Mechanik hinter den Zahlen zu durchschauen und die Kreditstruktur zu finden, die wirklich zu Ihrem Leben passt. Gerade für unsere Leser in der Schweiz ist das Gold wert, um die Angebote vor Ort richtig einzuordnen und die finanzielle Zukunft sicher zu gestalten.
Die Bausteine der Kreditraten-Formel
Bevor wir uns die Formel selbst ansehen, schauen wir uns die Hauptdarsteller an. Jede dieser Variablen hat einen direkten Einfluss auf die Höhe Ihrer monatlichen Rate:
- Der Kreditbetrag: Das ist ganz einfach die Summe, die Sie sich leihen möchten. Je höher der Betrag, desto höher fällt natürlich auch die Rate aus.
- Der Zinssatz: Das ist der Preis, den die Bank für das Verleihen des Geldes verlangt, angegeben in Prozent pro Jahr. Ein höherer Zins treibt die Kosten und damit auch Ihre Rate nach oben.
- Die Laufzeit: Dies ist der Zeitraum, in dem Sie den Kredit zurückzahlen, üblicherweise in Monaten angegeben. Eine längere Laufzeit verteilt die Gesamtkosten auf mehr Raten – das senkt zwar die monatliche Belastung, führt aber unterm Strich zu höheren Gesamtzinskosten.
Die klassische Kreditrate berechnen Formel bringt diese drei Faktoren in Einklang, um eine über die gesamte Laufzeit gleichbleibende Rate (Annuität) zu ermitteln. In Deutschland, wo der durchschnittliche Kreditbetrag bei rund 196.000 Euro liegt, ist dieses Berechnungsmodell absoluter Standard.
Die Fähigkeit, die eigene Kreditrate nachvollziehen zu können, ist der erste Schritt zur finanziellen Selbstbestimmung. Sie verwandelt Unsicherheit in planbare Sicherheit und ermöglicht es Ihnen, Angebote kritisch zu hinterfragen, anstatt sie nur zu akzeptieren.
Diese Tabelle fasst die wesentlichen Bestandteile der Formel zur Berechnung der Kreditrate zusammen und erklärt ihre Bedeutung.
Die Bausteine der Kreditraten-Formel im Überblick
| Variable | Bedeutung im Kontext | Einfluss auf die Rate |
|---|---|---|
| Kreditbetrag | Die Summe, die Sie sich von der Bank leihen (Nettodarlehensbetrag). | Je höher der Betrag, desto höher die Rate. |
| Zinssatz | Der prozentuale Preis für das geliehene Geld, meist pro Jahr angegeben. | Je höher der Zinssatz, desto höher die Rate. |
| Laufzeit | Der Zeitraum, über den die Rückzahlung gestreckt wird, meist in Monaten. | Je länger die Laufzeit, desto niedriger die monatliche Rate. |
Die richtige Balance dieser Faktoren zu finden, ist der Kern einer soliden Finanzierung.
Eine solide Berechnung ist das eine, aber genauso wichtig ist die Frage, ob die Rate überhaupt in Ihr Budget passt. Lesen Sie dazu unbedingt auch unseren Ratgeber, wie viel Kredit Sie sich leisten können.
Die Annuitätenformel: Wie Ihre Kreditrate wirklich zustande kommt
Hinter jedem Kreditrechner und jedem Darlehensvertrag steckt eine clevere mathematische Formel, die sogenannte Annuitätenformel. Sie ist das Herzstück, das aus Kreditsumme, Zins und Laufzeit eine gleichbleibende und damit gut planbare Monatsrate zaubert. Aber was genau steckt dahinter?
Stellen Sie sich Ihren Kredit als einen Berg vor, den Sie abtragen müssen. Ihre monatliche Rate ist dabei wie ein Bagger, der bei jeder Fahrt eine exakt gleich grosse Schaufel voll Material abtransportiert.
Am Anfang besteht diese Schaufelladung fast nur aus losem Geröll – den Zinsen. Nur ein kleiner Teil ist festes Gestein, also die eigentliche Tilgung, die den Berg kleiner macht. Mit jeder Rate, die Sie zahlen, schrumpft der Schuldenberg. Dadurch fällt bei der nächsten "Baggerfahrt" auch weniger loses Geröll (Zinsen) an.
Da Ihr Bagger aber immer die gleiche Menge auflädt, nimmt der Anteil an festem Gestein (Tilgung) mit jeder Zahlung automatisch zu. Ihre Rate bleibt also immer gleich hoch, aber der Anteil, der Ihre Schulden reduziert, wächst von Monat zu Monat.
Die drei grossen Stellschrauben Ihrer Kreditrate
Das Gerüst der Annuitätenformel bilden drei zentrale Faktoren. Jeder davon ist eine Art Stellschraube, mit der Sie die Höhe Ihrer monatlichen Belastung direkt beeinflussen können.
- Der Kreditbetrag: Ganz einfach die Summe, die Sie sich leihen. Je höher der Betrag, desto höher fällt natürlich auch die Rate aus.
- Der Zinssatz (Sollzins p. a.): Das sind quasi die "Mietkosten" für das geliehene Geld. Ein höherer Zins verteuert den Kredit und treibt die Monatsrate nach oben.
- Die Laufzeit (in Monaten): Der Zeitraum, den Sie für die Rückzahlung haben. Eine längere Laufzeit verteilt die Gesamtkosten auf mehr Raten, was die einzelne Rate senkt. Aber Achtung: Über die gesamte Zeit zahlen Sie dadurch mehr Zinsen.
Diese drei Elemente sind untrennbar miteinander verwoben. Ändert sich einer der Werte, hat das sofort Auswirkungen auf die anderen – und natürlich auf die Höhe Ihrer Rate.

Die Grafik macht es deutlich: Die Rate ist das Ergebnis eines fein justierten Gleichgewichts. Drehen Sie an einer Schraube, müssen sich die anderen anpassen, oder die Rate ändert sich.
Ein Blick auf die Formel selbst
Für alle, die es ganz genau wissen wollen: So sieht die Annuitätenformel in der Praxis aus. Aber keine Sorge, das Rechnen übernehmen heute zum Glück Computer. Das Verständnis der Logik dahinter ist aber ungemein hilfreich.
Die monatliche Rate (R) ergibt sich aus dem Kreditbetrag (K), dem monatlichen Zinssatz (i) und der Laufzeit in Monaten (n).
Rate (R) = K * [ i * (1 + i)^n ] / [ (1 + i)^n – 1 ]
Zur Erklärung: Der monatliche Zinssatz i ist einfach der Jahreszinssatz geteilt durch 12. Diese Formel stellt sicher, dass die Summe aus Zins und Tilgung jeden Monat exakt gleich bleibt, während sich ihr Verhältnis zueinander verschiebt – genau wie bei unserem Berg-Beispiel.
Die Formel in der Praxis anwenden
Genug der Theorie – schauen wir uns an, wie die Formel im echten Leben aussieht. Denn erst wenn man mit echten Zahlen jongliert, bekommt man ein Gefühl dafür, was ein Kredit wirklich kostet. Wir nehmen uns jetzt zwei ganz typische Kreditsituationen vor, wie sie in Deutschland täglich vorkommen.

Anhand dieser konkreten Beispiele sehen Sie Schritt für Schritt, wie die Kreditrate berechnen Formel funktioniert. So können Sie viel besser einschätzen, was eine realistische monatliche Belastung ist und wie schon kleine Änderungen bei den Konditionen einen grossen Unterschied für Ihren Geldbeutel machen können.
Beispiel 1: Der klassische Autokredit
Stellen Sie sich vor, Sie haben Ihr Traumauto gefunden und möchten es finanzieren. Die Bank macht Ihnen folgendes Angebot:
- Kreditbetrag (K): 25.000 €
- Sollzinssatz (p. a.): 4,9 %
- Laufzeit (n): 48 Monate (also 4 Jahre)
Da wir monatliche Raten zahlen, müssen wir zuerst den Jahreszins auf den Monat herunterbrechen: i = 4,9 % / 12 = 0,0040833.
Setzt man diese Werte in die Annuitätenformel ein, landet man bei einer monatlichen Rate von 574,01 €. Spannend wird es bei der Aufschlüsselung der ersten Rate: 102,08 € sind reine Zinskosten, während 471,93 € Ihre eigentlichen Schulden verringern. Mit jeder weiteren Zahlung kippt dieses Verhältnis: Der Zinsanteil schmilzt dahin und der Tilgungsanteil wächst.
Beispiel 2: Der Privatkredit zur Umschuldung
Ein anderes häufiges Szenario: Sie möchten mehrere teure Kleinkredite oder einen überzogenen Dispo in einem einzigen, günstigeren Kredit bündeln. Das schafft nicht nur Ordnung, sondern senkt auch die monatliche Belastung.
- Kreditbetrag (K): 40.000 €
- Sollzinssatz (p. a.): 6,5 %
- Laufzeit (n): 60 Monate (also 5 Jahre)
Auch hier rechnen wir als Erstes den monatlichen Zinssatz aus: i = 6,5 % / 12 = 0,0054167.
Die Formel spuckt in diesem Fall eine monatliche Rate von 782,88 € aus. Bei der allerersten Zahlung gehen satte 216,67 € an die Bank für Zinsen. Nur der Restbetrag von 566,21 € fliesst direkt in die Tilgung Ihrer Schulden.
Diese Beispiele machen eines deutlich: Auch wenn die Formel auf den ersten Blick einschüchternd wirkt, ist ihre Anwendung total logisch. Sie verwandelt die drei grossen Unbekannten – Kreditsumme, Zins und Laufzeit – in eine einzige, greifbare Zahl: Ihre monatliche finanzielle Verpflichtung.
Ein kleiner Einblick in den Tilgungsplan (Beispiel 2)
Werfen wir einen Blick auf die ersten drei Monate, um das Prinzip zu veranschaulichen:
| Monat | Restschuld (Beginn) | Zinsanteil | Tilgungsanteil | Rate | Restschuld (Ende) |
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | 40.000,00 € | 216,67 € | 566,21 € | 782,88 € | 39.433,79 € |
| 2 | 39.433,79 € | 213,59 € | 569,29 € | 782,88 € | 38.864,50 € |
| 3 | 38.864,50 € | 210,50 € | 572,38 € | 782,88 € | 38.292,12 € |
Sie sehen hier perfekt, wie der Zinsanteil mit jeder Rate sinkt, obwohl die Rate selbst stur gleich bleibt. Das ist das Herzstück eines Annuitätendarlehens.
Das Ganze von Hand auszurechnen, ist zwar super, um es zu verstehen, aber für den Alltag doch etwas mühselig. Für eine schnelle und vor allem exakte Kalkulation Ihrer Wunschrate ist ein gutes Werkzeug Gold wert. Unser Kreditrechner für Deutschland nimmt Ihnen die ganze Rechenarbeit ab und liefert Ihnen in wenigen Sekunden ein absolut präzises Ergebnis.
Warum der Effektivzins über die wahren Kosten entscheidet
Wenn Sie auf der Suche nach einem Kredit sind, begegnet Ihnen schnell der Nominalzins. Er springt einem oft gross und plakativ in den Werbeanzeigen entgegen. Doch Vorsicht: Dieser Zinssatz ist nur die halbe Wahrheit und verrät bei Weitem nicht, was Sie am Ende wirklich für Ihren Kredit bezahlen.
Der Schlüssel zu den tatsächlichen Kosten liegt in einem anderen Begriff: dem Effektivzins. Er ist der ehrliche Gesamtpreis Ihrer Finanzierung, denn er rechnet fast alle Nebenkosten direkt mit ein.
Nominalzins versus Effektivzins
Man kann sich das gut wie bei einer Flugbuchung vorstellen. Der Nominalzins ist der reine Ticketpreis, der zunächst sehr günstig aussieht. Der Effektivzins hingegen ist der Endpreis, der auch Steuern, Gepäckgebühren und andere Zuschläge enthält. Nur dieser Preis zählt, wenn Sie wissen wollen, was die Reise Sie wirklich kostet.
Genauso ist es beim Kredit. Im Effektivzins sind zusätzliche Posten wie Bearbeitungs- oder Kontoführungsgebühren bereits enthalten. Deshalb liegt er immer ein wenig über dem Nominalzins, aber genau das macht ihn zum einzig fairen und transparenten Wert für einen soliden Vergleich. Warum der niedrigste Zinssatz selten die beste Lösung ist, erklären wir auch in unserem detaillierten Kreditvergleich für Deutschland.
Ein niedriger Nominalzins mit hohen versteckten Gebühren kann unterm Strich teurer sein als ein Angebot mit einem höheren, aber transparenten Effektivzins. Schauen Sie immer auf den effektiven Jahreszins – er ist der Kompass, der Sie sicher durch den Angebotsdschungel führt.
Ein Beispiel aus der Praxis
Stellen wir uns zwei Angebote für einen Kredit über 10.000 € vor:
- Bank A lockt mit einem Nominalzins von 3,5 %. Klingt gut, oder? Allerdings wird eine Bearbeitungsgebühr von 300 € fällig.
- Bank B bietet einen Nominalzins von 3,9 %, verzichtet dafür aber komplett auf zusätzliche Gebühren.
Auf den ersten Blick scheint Bank A die Nase vorn zu haben. Rechnet man jedoch die 300 € Gebühr in die Gesamtkosten ein, schiesst der effektive Jahreszins bei Bank A in die Höhe und übersteigt am Ende den von Bank B. Hier entlarvt der Effektivzins die Kostenfalle und zeigt: Das Angebot, das teurer wirkte, ist in Wahrheit das fairere.
Gut zu wissen ist auch, dass Banken in Deutschland unterschiedliche Methoden zur Zinsberechnung verwenden, was die Ergebnisse leicht beeinflussen kann. Am häufigsten ist die Deutsche kaufmännische Zinsmethode (30/360), bei der jeder Monat pauschal mit 30 Tagen und das Jahr mit 360 Tagen angesetzt wird. Andere, wie die taggenaue Zinsmethode (ACT/ACT), rechnen mit den tatsächlichen Kalendertagen.
Wie Sie mit Sondertilgungen und Laufzeitänderungen bares Geld sparen
Ein unterschriebener Kreditvertrag ist kein starres Korsett. Denken Sie eher an ein anpassbares Werkzeug. Sie haben nämlich zwei extrem wirkungsvolle Hebel in der Hand, um aktiv in Ihre Finanzierung einzugreifen, Zinskosten zu senken und schneller schuldenfrei zu werden: Sondertilgungen und eine kluge Anpassung der Laufzeit.

Wer diese Möglichkeiten nutzt, wird vom passiven Ratenzahler zum aktiven Manager der eigenen Finanzen. So können Sie flexibel auf neue Lebensumstände reagieren und Ihre finanzielle Situation gezielt verbessern.
Sondertilgungen: Der Turbo für Ihre Entschuldung
Eine Sondertilgung ist im Grunde eine ausserplanmässige Zahlung, die direkt Ihre Restschuld verringert. Stellen Sie es sich wie eine Abkürzung durch den Schuldenberg vor. Jeder Euro, den Sie extra zahlen, reduziert sofort die Summe, auf die in Zukunft Zinsen anfallen. Das bringt Ihnen gleich zwei Vorteile auf einmal.
- Sie werden schneller schuldenfrei, da sich die gesamte Laufzeit verkürzt.
- Sie sparen echtes Geld, weil die Zinslast über die restliche Zeit spürbar sinkt.
Schon eine einmalige Zahlung von ein paar Tausend Euro kann die Gesamtzinskosten am Ende deutlich drücken. Viele moderne Kreditverträge in Deutschland erlauben mittlerweile kostenlose Sondertilgungen bis zu einer gewissen Höhe pro Jahr. Mehr zu diesem Thema finden Sie in unserem Beitrag über die Kosten bei vorzeitiger Kreditablösung.
Die Laufzeit: Ein strategischer Spagat
Bei der Wahl der Laufzeit balancieren Sie immer zwischen der monatlichen Belastung und den Gesamtkosten. Eine kurze Laufzeit bedeutet höhere monatliche Raten – die muss man sich natürlich leisten können. Die Belohnung dafür ist aber eine satte Zinsersparnis, weil Sie der Bank das Geld einfach kürzer schulden.
Eine längere Laufzeit hingegen sorgt für angenehm niedrige Raten, die leicht ins Budget passen. Diese Bequemlichkeit hat aber ihren Preis, denn unterm Strich wird der Kredit dadurch merklich teurer. Unsere Kreditrate berechnen Formel zeigt diesen Zusammenhang glasklar.
Ihre persönliche Lebenssituation gibt die beste Strategie vor. Wer finanziellen Spielraum hat, profitiert enorm von einer kurzen Laufzeit. Wer auf eine geringe monatliche Belastung angewiesen ist, wählt besser eine längere Laufzeit – und sollte dann umso genauer die Optionen für Sondertilgungen im Auge behalten.
Statistiken aus Deutschland zeigen, dass gerade bei Krediten im mittleren bis höheren Segment erhebliche Einsparungen möglich sind. So entfallen 9,57 % aller Kreditanfragen auf Summen zwischen 100.000 und 150.000 Euro. Mit der einfachen Formel Zinskosten = (Monatsrate × Laufzeit) – Kreditsumme lässt sich das Sparpotenzial schnell ausrechnen – ein unschätzbarer Vorteil, besonders wenn Sie über eine Umschuldung nachdenken. Weitere spannende Einblicke bieten übrigens die Kreditstatistiken auf verivox.de.
Was am Ende für Sie zählt
Wer die Formel zur Kreditrate verstanden hat, hält ein starkes Werkzeug in der Hand. Sie haben jetzt gesehen: Eine Rate ist kein Buch mit sieben Siegeln, sondern das logische Ergebnis aus Kreditsumme, Zinssatz und Laufzeit. Dieses Wissen macht aus Unsicherheit finanzielle Souveränität und hilft Ihnen, Kreditangebote nicht einfach nur anzunehmen, sondern sie kritisch zu hinterfragen.
Sie wissen jetzt, worauf es beim Effektivzins wirklich ankommt und wie Sie mit cleveren Schachzügen – etwa durch Sondertilgungen oder eine geschickt gewählte Laufzeit – bares Geld sparen können. Die Formel ist Ihr Kompass, der Ihnen genau zeigt, welche Konsequenzen jede Ihrer Entscheidungen hat. So werden Sie zum Gesprächspartner auf Augenhöhe mit jeder Bank.
Von der reinen Zahl zur passenden Finanzierung
Die Mathematik ist die eine Seite der Medaille, die perfekte Umsetzung für Ihr Leben die andere. Die beste Finanzierung passt sich nämlich nicht nur den Zahlen an, sondern vor allem Ihrer persönlichen Situation. Statt sich selbst durch einen Dschungel von Angeboten zu kämpfen, kann ein erfahrener Berater diesen Prozess für Sie abkürzen und optimieren.
Die Formel ist das Werkzeug, die persönliche Beratung der Schlüssel zur massgeschneiderten Lösung. Ein Experte kennt den Markt, findet für Sie die besten Konditionen bei zahlreichen Schweizer Banken und stellt sicher, dass Ihr Kredit wirklich zu Ihnen passt – schnell, transparent und verantwortungsvoll.
Am Ende geht es darum, dass Sie das Steuer in der Hand behalten. Mit dem Wissen aus diesem Ratgeber und der Unterstützung von Profis wie credXperts treffen Sie eine sichere und fundierte Entscheidung für Ihre finanzielle Zukunft.
Häufig gestellte Fragen zur Berechnung der Kreditrate
Zum Abschluss klären wir noch die Fragen, die uns in der Praxis am häufigsten begegnen. Diese Antworten sollen Ihnen helfen, die letzten Unsicherheiten aus dem Weg zu räumen und Ihnen konkrete Werkzeuge für Ihre Finanzplanung an die Hand zu geben – gerade auch mit Blick auf die Gegebenheiten in der Schweiz.
Wie kann ich die Kreditrate schnell überschlagen?
Die exakte Berechnung mit der Annuitätenformel von Hand ist, ehrlich gesagt, ziemlich umständlich. Für eine schnelle erste Einschätzung gibt es aber eine einfache Faustformel: Teilen Sie die Gesamtkosten (also Kreditsumme plus die geschätzten Zinsen) einfach durch die Anzahl der Monate.
Und wie schätzt man die Zinsen? Auch dafür gibt es einen simplen Trick: (Kreditsumme × Zinssatz × Laufzeit in Jahren) / 2. Wir teilen hier durch zwei, weil die Restschuld ja mit jeder Rate kleiner wird und Sie nicht über die gesamte Laufzeit Zinsen auf den vollen Betrag zahlen.
Schauen wir uns das an einem Beispiel an:
- Kredit: CHF 10'000 zu 5 % Zins über 3 Jahre (36 Monate).
- Geschätzte Zinsen: (10'000 × 0.05 × 3) / 2 = CHF 750.
- Geschätzte Rate: (10'000 + 750) / 36 ≈ CHF 298.
Die exakte Rate läge bei CHF 299.71. Sie sehen also: Diese kleine Überschlagsrechnung bringt Sie erstaunlich nah ans tatsächliche Ergebnis und ist perfekt für eine erste Orientierung.
Was passiert, wenn ich eine Rate nicht bezahlen kann?
Sollten Sie mal in die Lage kommen, eine Rate nicht zahlen zu können, ist das Wichtigste: Handeln Sie sofort! Nehmen Sie von sich aus Kontakt mit Ihrer Bank auf, am besten noch bevor die Zahlung fällig wird. In der Schweiz laufen bei einem Verzug sofort Verzugszinsen auf, die Ihre Schulden nur unnötig in die Höhe treiben.
Wenn Sie das Problem einfach ignorieren, kann die Bank den Kreditvertrag kündigen. Das bedeutet, der gesamte Restbetrag wird auf einen Schlag fällig. Eine solche Situation führt unweigerlich zu einem negativen ZEK-Eintrag, der Ihre Kreditwürdigkeit auf Jahre hinaus massiv beschädigt.
Viele Banken zeigen sich kulant, wenn man das Gespräch sucht. Oft findet sich eine Lösung, zum Beispiel eine kurzfristige Stundung oder eine Anpassung des Zahlungsplans, bevor es zu ernsten Konsequenzen kommt. Offenheit ist hier wirklich der Schlüssel.
Schützen Sie Ihre finanzielle Zukunft, indem Sie proaktiv handeln. Mehr zu diesem und anderen wichtigen Themen finden Sie übrigens auch in unseren häufig gestellten Fragen und Antworten auf unserer Webseite.
Ändert sich die Formel bei einem variablen Zinssatz?
Ja, hier wird die Sache dynamisch und die klassische Annuitätenformel für eine fixe Rate funktioniert so nicht mehr. Bei einem Kredit mit variablem Zinssatz bleibt die Rate nicht über die gesamte Laufzeit gleich. Stattdessen wird sie in regelmässigen Abständen, zum Beispiel alle drei Monate, an einen Referenzzinssatz wie den SARON in der Schweiz angepasst.
Das heisst, Ihre monatliche Belastung kann steigen, aber auch sinken. Die Rate wird für jede neue Zinsperiode auf Basis der dann aktuellen Restschuld und des neuen Zinssatzes neu berechnet. Das bietet zwar die Chance, von fallenden Zinsen zu profitieren, birgt aber auch das Risiko steigender monatlicher Kosten, das man nicht unterschätzen sollte.
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Wissenswertes zu Krediten
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